Einsatzgebiete

Zelt Einsatzgebiete – Ratgeber über den Zelteinsatz

Eine der wichtigsten Fragen, die sich vor dem Zeltkauf stellt, ist: “Für welche Einsatzgebiete benötige ich mein Zelt?” Geht es nur auf Campingtrips und Festivals, sind Sie mit Fahrrad, Auto, Campervan oder zu Fuß auf Tour? Wie viele Personen soll das Zelt beherbergen, bei welchem Wetter sind Sie unterwegs? Bei der richtigen Zeltauswahl muss auch beachtet werden, wie groß die Personen sind, die das Zelt nutzen werden und – ganz wichtig – wie schwer das Zelt maximal sein darf.

Die Konstruktion und Materialien der Zelte variieren je nach geplantem Einsatzgebiet. Aus diesem Grund soll Ihnen dieser Ratgeber eine erste Anlaufstelle sein, um sich mit der Thematik des richtigen Zeltes für den möglichen Bestimmungsort, auseinander zusetzen. Wir erläutern Ihnen die Unterschiede auf die es ankommt und unterstützen Sie mit den nötigen Tipps und Tricks, damit Sie bei der Zeltauswahl auch auf das Richtige setzen.

Einsatzgebiet Trekkingzelt

Trekkingzelt

Trekkingzelte haben ein breites Einsatzgebiet. Ob Sie mit diesem Zelt nur übers Wochenende oder auf eine große Trekkingtour gehen möchten. Mit einem Trekkingzelt können Sie die wilden Gegenden erforschen und haben, je nach Zelt natürlich, einen stabilen und wetterfesten Begleiter bei sich. Auf welche Punkte Sie sonst noch bei einem Trekkingzeltkauf achten müssen, lesen Sie es in unserem Ratgeber.

Einsatzgebiet Expeditionszelt

Expeditionszelt

Expeditionszelte müssen hinsichtlich Robustheit und Wetterfestigkeit wohl am meisten leisten können. Dafür kommen meist nur Geodät-, Kuppel- und in Ausnahmefällen unter bestimmten Bedingungen auch Tunnelzelte zum Einsatz. Aufgrund der robusteren und stabileren Materialien sind Expeditionszelte meist schwerer als gewöhnliche Trekkingzelte. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Stangen sich vier- bis sechsmal kreuzen und die Möglichkeit besteht, dass ein doppeltes Zeltgestänge verwendet werden kann. Darüber hinaus müssen diese Zelte Schnee, starke Stürme und UV-Bestrahlung aushalten können.

Einsatzgebiet Winterzelt

Winterzelt

Ein Winterzelt muss ebenso wie ein Expeditionszelt extrem robust sein. Dafür eignen sich vor allem Geodätzelte, weil sie auch eine größere Schneelast noch gut tragen können. Aber auch sehr stabile Tunnel- und Kuppelzelte können sich im Winter eignen, wenn mit geringem Schneefall gerechnet wird. Auf jeden Fall muss man darauf achten, dass das Zelt groß genug ist, damit man mit dem Schlafsack nicht die Zeltwand berührt, weil bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt das Innenzelt gefrieren kann und der Schlafsack bei Kontakt mit der Zeltwand feucht werden kann und deutlich an Wärmeleistung einbüßt.

Einsatzgebiet Sommerzelt

Sommerzelt

Sommerzelte zeichnen sich vor allem durch eine hohe Luftdurchlässigkeit aus. Das Innenzelt hat in diesem Fall viele Belüftungsbereiche mit hohem Meshanteil bis zu dem Punkt, dass es komplett aus Netz besteht. Die verwendeten Materialien sind meist leichter und dünner, dadurch büßt das Zelt natürlich an Robustheit ein. Alle Zelte eignen sich als Sommerzelte, dennoch sollte man auf die Wassersäule achten, wenn man auch bei schlechtem Wetter unterwegs sein möchte. 5000mm Wassersäule am Boden sollten das Minimum sein.

Einsatzgebiet 3 & 4-Jahreszeiten Zelt

3-Jahreszeiten Zelt und 4-Jahreszeiten Zelt

Hier sind wir bei den wahren Allroundern. 3-Jahreszeitenzelte sind sicher die am häufigsten gekauften Zelte für Trekkingtouren. An ein solches Trekkingzelt werden viele Anforderungen gestellt. Sie bieten meist das beste Verhältnis von Preis-Leistung-Stabilität und Gewicht. Wie der Name schon sagt eignen sich diese Zelte vor allem für den Einsatz von Frühjahr bis Herbst. Darunter fallen auch die sogenannten Ultraleichtzelte, die mittlerweile schon ab 1kg für zwei Personen zu haben sind. Man darf dabei jedoch nicht vergessen, dass dies in den meisten Fällen Abstriche bei der Robustheit, Windfestigkeit und auch Größe erfordert. Will man auf nichts verzichten muss man zu den teureren Modellen greifen.

Ein 4-Jahreszeitenzelt ist für den Einsatz bei jedem Wetter und jeder Temperatur geeignet. Dadurch wird der Anspruch an das Material natürlich größer. Ebenso wie beim Expeditionszelt sollte hier auch das Gestänge deutlich stabiler sein, weil es im Zweifelsfall eben auch Schneelasten tragen muss. Was schnell vergessen wird, ist dass man im Winter je nach Temperatur draußen oftmals mit dicken Handschuhen arbeitet, sodass das Zelt auch mit Handschuhen aufzubauen sein sollte.